Heilung in drei Schritten - Dein Fahrplan zu mehr Gesundheit! #3

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Studie: Masuma Tabassum, Md. Sayedur Rahman, Syed Mozaffar Ahmed, Iftekhar Hossain Chowdhury, Nazmul Huda SM, Shahrin Sultana, Shirin Aktar, Muhammad Marnush, Md. Abdul Jalil. Potential of Astaxanthin in the Treatment of Knee Osteoarthritis: A Randomized, Double-Blind, hopedics and Sports Medicine. 7 (2025): 23-32.https://cdn.fortunejournals.com/articles/potential-of-astaxanthin-in-the-treatment-of-knee-osteoarthritis.pdf


Haftungsausschluss Sämtliche in diesem Video enthaltene medizinische Inhalte dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie dienen ausdrücklich nicht als Ersatz für professionelle Diagnosen, Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte/Ärztinnen. Auch dienen die Inhalte nicht als Grundlage für eigenständige Diagnosen, Behandlungen oder Änderungen bereits empfohlener Behandlungen. Die Inhalte erheben in medizinischer Hinsicht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer Ihren behandelnden Arzt/behandelnde Ärztin.

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00:00:00: Als Laie hat man es wahnsinnig schwer, damit

00:00:02: man rausfindet, was mache ich denn jetzt zuerst?

00:00:04: Gleiche ich zuerst meinen Vitamin-D-Mangel aus

00:00:07: oder mache ich eine Detox-Kur oder soll

00:00:11: ich mein Frühstück ändern?

00:00:13: Willkommen zum Dr. Sales Podcast, dein Ort für

00:00:16: Medizin, die du verstehst, wissenschaftsbasiert, praxisbezogen und mit

00:00:20: direkt umsetzbaren Tipps für deinen Alltag.

00:00:23: Ulrich, viele Menschen rennen zum Arzt und haben

00:00:27: das Gefühl, ihnen wird nicht mehr richtig geholfen,

00:00:30: sie sind verzweifelt, sie suchen nach Lösungen, viele

00:00:33: wissen nicht, wo sie richtig und zuerst ansetzen

00:00:36: sollen und du hattest mir erzählt, dass du

00:00:38: das in deiner Jugend genauso erlebt hast.

00:00:40: Absolut richtig, ich hatte ja, mein Bruder und

00:00:43: ich, also wir beide hatten ja starke Beschwerden,

00:00:46: Verdauungsbeschwerden und so weiter, man hatte fast den

00:00:48: Eindruck, dass es in den 80er Jahren noch

00:00:50: ein bisschen besser war mit dem Gesundheitssystem, wurden

00:00:52: halt viele Leistungen übernommen, die man jetzt schon

00:00:56: erkämpfen muss.

00:00:58: Der Nachteil war damals natürlich, das Fachwissen war

00:01:01: kleiner, also meine damalige Geschichte hätte jetzt heute

00:01:05: viel viel schneller gelöst werden können, wenn man

00:01:07: an die richtigen Leute kommt.

00:01:09: Die Labortechnik hat sich verbessert, wir hatten ja

00:01:11: Bauchschmerzen, wir hatten Blähungen, multiple Allergien, mein Bruder

00:01:16: schlimmer als ich und eigentlich wäre man besser

00:01:20: aufgestellt, aber ja, Bezahlung, Kassensystem und so weiter,

00:01:24: das ist natürlich ein großes großes Problem, aber

00:01:26: als Betroffener hat man heute eigentlich mehr Möglichkeiten

00:01:31: und man hat glatt das Gefühl, dass man

00:01:33: da nicht mehr so richtig rankommt, eigentlich als

00:01:37: Patient, es gäbe das, aber es wird halt

00:01:40: da nicht bezahlt und das ist eigentlich die

00:01:42: Frustration, die viele viele Menschen in der heutigen

00:01:45: Zeit spüren.

00:01:46: Und diesen Frust, den hattest du damals auch?

00:01:50: Naja, gut, wir waren Kinder, klar merkst du,

00:01:55: ich habe ein Problem, Frust hat eher meine

00:01:57: Mutter damals gehabt, weil sie uns nicht gesund

00:02:00: gekriegt hat, klar, mein Bruder hatte eine ganz

00:02:03: furchtbare Leidensgeschichte mit Neurodermitis, Haut und so weiter,

00:02:06: Darmproblemen, Allergien und damals konnte man das einfach

00:02:09: noch nicht erkennen im Labor oder nicht so

00:02:11: schnell erkennen im Labor.

00:02:13: Wie gesagt, heute könnte man es, aber am

00:02:17: Ende des Tages ist es dann wahrscheinlich eher

00:02:18: wieder eine Privatleistung, was du selbst zahlen musst

00:02:20: und wo du eigentlich selber ein bisschen dahinter

00:02:23: sein musst, dass du deinen Weg strukturierst, so

00:02:27: würde ich das sagen.

00:02:28: Du hast ja viele Möglichkeiten, es gibt viele

00:02:30: Therapeuten, so die große Problematik ist ja, wo

00:02:33: gehe ich hin, was mache ich zuerst?

00:02:36: Und wenn jetzt ein Patient zu dir kommt,

00:02:38: der schon kurz vorm Aufgeben ist, wo setzt

00:02:42: du als erstes an?

00:02:44: Ich schaue mir halt natürlich an, was wurde

00:02:47: da an Vorarbeit schon geleistet, die Leute kommen

00:02:49: ja meistens mit ein oder zwei dicken Mappen,

00:02:54: man hat häufig den Eindruck, dass das Puzzle

00:02:58: noch nicht so richtig zusammengefügt wurde, also dass

00:03:00: auch die Schwerpunkte falsch gesetzt wurden, als Laie

00:03:05: hat man es wahnsinnig schwer, damit man rausfindet,

00:03:09: was mache ich denn jetzt zuerst?

00:03:10: Gleiche ich zuerst meinen Vitamin-D-Mangel aus

00:03:13: oder mache ich eine Detox-Kur oder soll

00:03:17: ich mein Frühstück ändern, soll ich mich in

00:03:21: eine teure Behandlung begeben, eine Blutwäsche machen, irgendwie

00:03:25: sowas, das ist wahnsinnig schwer eigentlich für einen

00:03:27: Laien rauszufinden oder zu bewerten, was mache ich

00:03:34: zuerst und es gibt unterschiedliche Gewichtungen, da trägt

00:03:38: das Internet auch nicht unbedingt dazu bei, da

00:03:41: Klarheit zu finden, es gibt so viel, manche

00:03:45: Methoden werden gehypt und was auch ein großes

00:03:47: Problem ist, dass viele Leute auf Instagram und

00:03:50: so weiter, die halt vielleicht mit einer Ernährungsumstellung

00:03:54: ihr Problem in den Griff bekommen haben, bleiben

00:03:58: wir mal beim Darm, zum Beispiel Colitis ulcerosa

00:04:02: oder irgendwie so eine chronische Darmerkrankung, eine chronische

00:04:04: Darmentzündung, da eine stellt halt seine Ernährung, machen

00:04:07: wir ein häufiges populäres Beispiel, zum Beispiel auf

00:04:10: Karnivorennährung um und hat seine Beschwerden plötzlich weg,

00:04:14: heißt aber natürlich noch lange nicht, dass sein

00:04:16: Darm deswegen weniger entzündet ist, es ist erstmal

00:04:18: Beschwerdefreiheit und das propagiert er dann hoch, nennt

00:04:22: sich selber Darmspezialist, whatever und denkt halt es

00:04:25: geht bei jedem so leicht, aber als Arzt

00:04:28: musst halt die ganze Klavitatur spielen und musst

00:04:31: halt schauen beim Patienten, welches Bausteinchen fehlt, was

00:04:36: blockiert die Regulation, wo muss man bei diesem

00:04:41: Patient ansetzen oder machen wir ein anderes Beispiel,

00:04:43: Thema Immunsystem, viele Menschen hören dann von einem

00:04:48: chinesischen Heilpilz oder irgendeinem Supplement oder irgendwas, aber

00:04:52: letzten Endes fehlt dann nur sowas wie Selen,

00:04:55: also so ein Mineralbaustein und dieser Mangel ist

00:04:59: so stark, dass der halt alles blockiert und

00:05:02: dass du alles, was du drumherum machst, nicht

00:05:03: funktionieren kannst.

00:05:04: Meintest du das mit Regulation?

00:05:06: Mit Regulation kannst du auch auf die Schilddrüse

00:05:09: übertragen zum Beispiel, viele Menschen haben eine Schilddrüsenunterfunktion,

00:05:13: müssen dann immer mehr Medikamente nehmen, nehmen immer

00:05:15: mehr Schilddrüsenhormone und wundern sich, warum funktioniert denn

00:05:19: das eigentlich nicht bei mir, wieso gehe ich

00:05:21: alle Jahre zum Arzt und der sagt, wir

00:05:24: müssen die Dosis wieder höher nehmen und das

00:05:27: macht halt eine wahnsinnige Frustration und es kann

00:05:29: halt einfach sein, dass tatsächlich auch wieder in

00:05:31: dem Fall das Selen fehlt oder vielleicht das

00:05:33: Vitamin D fehlt, was das Ganze dann verhindert,

00:05:37: dass dein Medikament vielleicht besser wirkt.

00:05:39: Ah okay, das heißt, also es gibt eben

00:05:42: Mikronährstoffe, die auch dabei helfen können, dass eben

00:05:47: Medikamente auch besser wirken.

00:05:49: In dem Fall ja, es geht ja vielen

00:05:51: Leuten so, eine Medikamentendosierung wird immer angepasst, ich

00:05:54: beobachte das halt häufig in der Praxis.

00:05:56: Wird es jetzt keine Studie dazu geben, also

00:05:58: bitte liebe Zuschauer, verzeiht mir, aber das ist

00:06:00: halt aus der Praxis gesprochen.

00:06:02: Natürlich kann so ein Mikronährstoffmangel, wir wissen ja

00:06:04: zum Beispiel in einer ganz normalen Grippe haben

00:06:07: wir einen zehnfach erhöhten Zinkbedarf, also wenn du

00:06:10: jetzt eh schon einen Zinkmangel hast und du

00:06:12: einfach eine schwere Grippe erwischst, eine schwere Virusinfektion,

00:06:16: dann kann es eben einfach sein, dass du

00:06:17: nach dieser Infektion deswegen nicht mehr hundertprozentig gesund

00:06:20: wirst, weil einfach dein Immunsystem platt ist.

00:06:23: Wir hatten ja damals auf der Intensivstation, ich

00:06:25: war ja in einem Traumazentrum, wo wir Schwerstverletzte

00:06:29: hatten, Schwerhirnverletzte, auch Brandverletztenzentrum waren wir und unser

00:06:36: Chef hat gesagt, jeder bei mir auf der

00:06:37: Intensivstation bekommt Selen, wir haben das über 24

00:06:41: Stunden mit einem Parfumser gegeben, einfach weil es

00:06:44: damals die Studienlage so war, dass die Liegezeit

00:06:47: sich verkürzt hat und so weiter, einfach gute

00:06:48: Dinge da passieren.

00:06:51: Das sind einfach nur Beispiele, wie Nährstoffe hier

00:06:55: den Stoffwechsel oder Nährstoffmängel den Stoffwechsel blockieren können,

00:06:58: das gehört halt einfach dazu, natürlich gehört dann

00:07:00: auch das Kortison dazu, wenn es schwieriger wird

00:07:02: oder so, aber es ist halt einfach ein

00:07:04: Bausteinchen, was halt häufig fehlen kann und wo

00:07:07: wir in der Medizin halt nicht so drauf

00:07:10: schauen, das ist ein großes Problem.

00:07:13: Schwermetalle zum Beispiel, das ist ja auch so

00:07:14: ein Thema, das kann halt einfach den Stoffwechsel

00:07:17: blockieren ohne Ende, kann dein Hormonsystem blockieren, die

00:07:20: Enzyme blockieren und solange die da sind, geht

00:07:24: man dann halt immer mit den Medikamentendosierungen höher

00:07:27: und höher.

00:07:27: Okay, also Schwermetalle sind ja auch ein riesengroßes

00:07:30: Thema.

00:07:31: Lass uns da später nochmal drauf kommen und

00:07:33: nochmal kurz bei den Nährstoffmengen bleiben.

00:07:36: Ich glaube, das interessiert sehr viele.

00:07:38: Warum ist das nochmal speziell wichtig?

00:07:42: Also es hört sich für mich ein bisschen

00:07:43: so an, als wäre das so der Grundbaustein,

00:07:45: den man legen müsste.

00:07:47: Meiner Meinung nach einer der Grundbausteine, die halt

00:07:50: passen müssen, denn du kannst das Beste Auto

00:07:53: fahren, wenn halt das Motoröl fehlt oder auch

00:07:57: kein Benzin im Tank ist, dann wird es

00:07:59: halt schwierig.

00:08:01: Es ist einfach ein Bausteinchen, was häufig fehlt,

00:08:04: was häufig die Regulation verhindert.

00:08:07: Ich möchte jetzt nicht sagen, was unbedingt unmittelbar

00:08:09: die Heilung verhindert, aber es ist einfach ein

00:08:12: großer, großer Baustein.

00:08:14: Es gehört einfach mit dazu in meiner Welt

00:08:18: der Medizin.

00:08:20: Also leider wird es halt dann häufig in

00:08:24: Social Media so dargestellt, dass es dann nur

00:08:27: an dem liegt oder so.

00:08:28: Das stimmt natürlich auch nicht.

00:08:30: Aber ich frage mich, warum man in der

00:08:31: modernen Medizin die Mikronährstoffe nicht einfach mit abklappert,

00:08:37: standardmäßig.

00:08:38: Die Mineralstoffuntersuchungen, die gehen ja preislich relativ gut,

00:08:42: also kannst du ein gutes Mikronährstoffprofil so um

00:08:45: die 50 Euro rechnen oder 50 bis 70

00:08:47: Euro.

00:08:48: Bei den Vitaminen wird es schwieriger, also da

00:08:51: wird es teurer.

00:08:52: Lass uns mal so die B-Vitamin-Reihe

00:08:55: mal eben durchmessen, da geht es schon in

00:08:56: die Hunderte.

00:08:58: Aber häufig sind es auch nicht die Vitaminmängel.

00:09:00: Das wird dann häufig auch immer irgendwie so

00:09:02: ein bisschen dargestellt.

00:09:02: Natürlich Vitamin D ist ein großes Thema, Vitamin

00:09:05: C als Antioxidant.

00:09:08: Man misst eigentlich als Arzt, der in der

00:09:12: Praxis tätig ist, häufiger, viel, viel häufiger die

00:09:15: Mineralstoffmängel als dann die Vitaminmängel, wenn man das

00:09:20: Vitamin D da ausklammert und vielleicht das Vitamin

00:09:23: B12.

00:09:25: Ja, da gehen die Meinungen ja total auseinander

00:09:28: mit den Mikronährstoffen und Supplementen.

00:09:30: Ich habe letztens erst einen Reel gesehen von

00:09:32: einem Arzt, der Vitamin D total verteufelt hat.

00:09:35: Was ist da deine Meinung dazu?

00:09:38: Ich empfehle immer, wenn jemand das macht, die

00:09:41: Vita sich dasjenigen anzuschauen und zu schauen, ist

00:09:44: der Kollege in der Praxis tätig oder hat

00:09:47: er irgendwie einen Schreibtischjob.

00:09:49: Also das trägt natürlich nicht unbedingt zur Gesundheit

00:09:52: der Leute bei.

00:09:54: Wir wissen aus Studien, dass wir natürlich Vitamin

00:09:57: D unterversorgt sind.

00:09:58: Die Fachgesellschaften rufen dazu auf.

00:10:01: Und wenn ich dann als Einzelarzt gegen Fachgesellschaften

00:10:03: konterkariere, dann weiß ich nicht immer, ob ich

00:10:06: mich in einer Wohlfühlzone mit meiner fachlichen Meinung

00:10:09: befinde.

00:10:11: Es gab ja diese nationale Verzehrstudie, die jetzt

00:10:14: noch mal neu aufgelegt wird.

00:10:15: Da hat man einfach geguckt, was essen wir

00:10:16: so, welche Mängel haben wir.

00:10:18: Und da kam raus, dass 82 Prozent der

00:10:21: Männer und 91 Prozent der Frauen die Vitamin

00:10:24: D Zufuhr unterschreiten oder die Empfehlung unterschreiten.

00:10:27: Jetzt muss man aber dazusagen, da geht es

00:10:29: nur um die Nahrung.

00:10:30: Also da geht es jetzt nicht um die

00:10:31: Vitamin D Produktion der Haut.

00:10:33: Also das ist einfach ein Problem, dass wir

00:10:38: über die Ernährung zu wenig aufnehmen.

00:10:40: Auch viele andere Nährstoffe, wie zum Beispiel beim

00:10:42: Selen, hat man ja gerade schon gehört.

00:10:45: Wir haben einfach selenärmere Böden.

00:10:47: Damals, vor 50, 100 Jahren, waren einfach die

00:10:51: Böden nährstoffreicher.

00:10:52: Durch die moderne Landwirtschaft wird da halt viel

00:10:55: umgesetzt oder viel Shortcut sozusagen gemacht, was nicht

00:11:00: unbedingt dem Boden immer guttut.

00:11:02: Das ist ein bisschen ein Problem.

00:11:04: Also die Nährstoffmängel, die sind real.

00:11:07: Die werden auch untersucht.

00:11:09: Und es ist für mich einer der Bausteine,

00:11:13: die einfach zu so einer Therapie dazugehören.

00:11:18: Das klappert man halt einfach mit ab.

00:11:19: Ich kann mich an ein ganz interessantes Streitgespräch

00:11:22: erinnern im Studium.

00:11:25: Ich habe das Gefühl, dass du spezielle Pharmakologie

00:11:27: lernst.

00:11:28: Also man hat erst die allgemeine Arzneimittellehre, das

00:11:31: geht noch.

00:11:31: Und dann spezielle Pharmakologie.

00:11:32: Das ist schon ziemlich, ziemlich schwer.

00:11:35: Und damals hatten wir auch noch mal biochemische

00:11:38: Aspekte im Studium.

00:11:39: Und ein Kommilitone und eine Kommilitone, die haben

00:11:42: gestritten.

00:11:43: Und es ging um die Biochemie.

00:11:45: Und der meinte, Biochemie brauchst du sowieso nie

00:11:47: wieder, weil wir können jetzt die spezielle Pharmakologie.

00:11:52: Und die Kollegin meinte...

00:11:53: Wir haben jetzt viele bestimmte Fragezeichen.

00:11:56: Ja und die Kollegin meinte, spinnst du?

00:11:58: Wie kannst du die Biochemie ausklammern?

00:12:00: Also du greifst da letzten Endes da auch

00:12:02: ein mit den Medikamenten, mit den chemischen.

00:12:06: Also ich bin auch nicht gegen chemische Medikamente.

00:12:08: Also wirklich nicht.

00:12:09: Ich habe so viele Leben auf der Intensivstation

00:12:11: gerettet durch Antibiotikagabe, durch Noradrenalingaben und so weiter.

00:12:16: Aber häufig sehen wir halt gerade im niedergelassenen

00:12:20: Bereich, dass halt die Antibiotika gerne verteilt werden.

00:12:25: Und das ist nicht unbedingt immer der beste

00:12:27: Weg, wie man jetzt eine Allerweltserkältung, Grippe und

00:12:31: so weiter hinkriegt.

00:12:34: Aber also warum scheitern dann trotzdem so viele?

00:12:40: Also viele Menschen denken, sie machen ganz viel

00:12:44: richtig.

00:12:45: Wie du vorher schon gesagt hast, das Internet

00:12:48: ist voll mit irgendwelchen Tipps zu Detox-Kuren

00:12:50: und so weiter.

00:12:54: Was ist da deine Meinung dazu?

00:12:57: Grundsätzlich ist es ja so, wir sind ja

00:12:58: in Deutschland ein Land der Entgifter, also der

00:13:02: Detoxer.

00:13:04: Es gibt glaube ich keine andere Kultur, vielleicht

00:13:07: noch die indische Kultur, die so davon überzeugt

00:13:09: ist, dass wenn ich gesund bin, dass ich

00:13:11: erst mal einen giften muss.

00:13:12: Das kommt also aus unserer Historie heraus, Kneipp

00:13:15: und diese Dinge, diese Entwicklung.

00:13:18: Und so bin ich jetzt als Profi, da

00:13:22: würde ich mich jetzt mal bezeichnen, kein Fan

00:13:25: davon, dass es der erste Weg ist, dass

00:13:27: man denkt, wenn ich eine Krankheit habe, irgendwas

00:13:28: muss raus aus dem Körper.

00:13:30: Das setzen viele Menschen einfach aufs falsche Pferd.

00:13:36: Grundsätzlich bin ich eher der Meinung, man sollte

00:13:38: im ersten Schritt was dazu tun.

00:13:40: Also man sollte schauen, wo sind die Mangelerscheinungen,

00:13:44: Hormonsystem, Mikronährstoffe und so weiter.

00:13:47: Und dann sollte man im zweiten Schritt eher

00:13:51: oder im dritten Schritt eher schauen, was ist

00:13:53: zu viel drin, Stichwort Schwermetalle.

00:13:55: Also wie in der Notfallmedizin, da lernt man

00:13:57: do the basics first.

00:13:59: Oder die Piloten lernen im Notfall, fliege erst

00:14:02: das Flugzeug und fange nicht an zu funken

00:14:04: oder sonst irgendwelche wilde Dinge zu tun.

00:14:07: Und da setzt das Internet die Leute halt

00:14:10: häufig aufs falsche Gleis.

00:14:12: Ich bin da, obwohl ich ja selber auf

00:14:14: Instagram bin und obwohl ich selber auf Facebook

00:14:16: und diese ganzen Dinge mache, bin häufig kein

00:14:18: Fan von diesen Kanälen, weil es halt die

00:14:21: Leute eigentlich ablenkt.

00:14:24: Sie denken, mit dem täglichen grünen Smoothie werde

00:14:28: ich jetzt gesund, weil ich Detox mache.

00:14:30: Oder sie denken, mit der Ernährungsumstellung, wenn ich

00:14:34: dieses Lebensmittel rauslasse aus meinem Ernährungsplan, dann werde

00:14:38: ich gesund.

00:14:38: Ich bin eher der Fan, dann Nährstoffe auszugleichen.

00:14:41: Das muss man dann halt messen.

00:14:42: Das sind die 50 oder 70 Euro.

00:14:44: Sehr, sehr gut angelegt.

00:14:46: Am besten messe ich sowas.

00:14:47: Das wäre also Schritt 1.

00:14:49: Ja, wenn man so will.

00:14:51: Weil du hattest vorher von Schritten gesprochen.

00:14:53: In meiner Welt wäre das wirklich Schritt 1,

00:14:56: zu schauen, was fehlt denn da eigentlich in

00:14:57: diesem Körper?

00:14:58: Wieso kann das nicht funktionieren?

00:15:00: Und da wissen wir halt zum Beispiel bei

00:15:01: der Schilddrüse, das betrifft ja viele Menschen, die

00:15:03: Schilddrüse, die braucht Selen.

00:15:06: Die Schilddrüse, die braucht Jod.

00:15:07: Und wenn da irgendwas fehlt, dann wird es

00:15:09: halt schwierig.

00:15:09: Die Schilddrüse braucht auch Vitamin D.

00:15:11: Die Schilddrüse braucht auch Progesteron.

00:15:14: Also das Hormonsystem ist ein riesengroßes Problem oder

00:15:17: ein riesengroßes Thema.

00:15:18: Viele Menschen haben einfach nichts weiter als einen

00:15:20: Hormonmangel.

00:15:21: Und so viele andere Systeme steigen da aus.

00:15:25: Also von den Haaren bis zur Haut, bis

00:15:28: zum Bauch, Schmerzen.

00:15:30: Also das ist ein ganz, ganz großes, großes

00:15:33: Thema.

00:15:34: Neben den normalen Blutwerten, die Hormonwerte zu checken.

00:15:40: Das Hormonsystem ist ja ein Riesenthema, gerade auch

00:15:43: für uns Frauen.

00:15:44: Bevor wir da noch darauf eingehen, wie messe

00:15:49: ich denn am besten meinen Mineralstoffstatus?

00:15:53: Mineralstoffstatus kann man am besten mit der sogenannten

00:15:56: Hämatokrit-Korrelierten-Vollblutanalyse messen.

00:15:58: Klingt kompliziert, heißt aber nichts anderes, dass ich

00:16:01: quasi schaue, was ist in meinen Blutzellen.

00:16:03: In der Standardmedizin messen wir, was ist außerhalb

00:16:06: der Blutzellen, also was ist im Serum.

00:16:09: Und es gibt da Untersuchungen, wenn wir die

00:16:15: Blutzellen selber messen, dass wir quasi einen guten

00:16:19: Wert für den Rest des Körpers sehen, was

00:16:21: da in den Zellen ist.

00:16:23: Und deswegen ist die Hämatokrit-Korrelierte-Vollblutanalyse da

00:16:28: so gut geeignet.

00:16:29: Das bedeutet einfach, dass man erstmal die Mineralstoffwerte

00:16:35: außerhalb der Blutzellen misst, also so wie man

00:16:39: es herkömmlich macht, dass man dann aber quasi

00:16:41: das Blut mixt, dann zerstört man die Zellen

00:16:44: und dann schaut man nochmal rein ins Blut,

00:16:48: was ist jetzt da die Differenz.

00:16:51: Und dann hat man die Differenz, was in

00:16:52: den Blutzellen drin war.

00:16:55: Aber jetzt müssen wir vorher noch eine Sache

00:16:57: machen, wir müssen die Blutzellen vorher zählen, weil

00:17:00: es macht ja einen Unterschied, ob sich das,

00:17:02: was wir da messen, auf 10.000 Blutzellen

00:17:04: verteilt hat oder nur auf 5.

00:17:06: Das sagt dieser Begriff Hämatokrit-Korreliert da vorne

00:17:10: dran.

00:17:11: Okay, spannend.

00:17:12: Das heißt, da wird wirklich gemessen, was kommt

00:17:14: in meiner Zelle an?

00:17:16: Ja.

00:17:17: Doch, was ist in der Zelle drin?

00:17:19: Da haben wir aber auch wieder Mineralstoffe, die

00:17:21: sich da befinden.

00:17:23: Zum Beispiel Kalium ist da drin oder auch

00:17:27: Selen.

00:17:27: Also es verteilt sich dann.

00:17:28: Das heißt jetzt nicht, dass Selen oder Zink

00:17:31: nur in den Zellen ist, sondern es verteilt

00:17:33: sich.

00:17:33: Manche Mineralstoffe sind eher in den Zellen, manche

00:17:37: sind eher außerhalb der Zelle und dann kann

00:17:39: man das gut einschätzen und kann diese Werte,

00:17:42: wenn man so will, besser interpretieren.

00:17:44: Okay, jetzt ist es aber so, ich höre

00:17:47: jetzt zum Beispiel auch immer wieder von den

00:17:48: Freundinnen von meiner Mama, dass die um Laboranalysen

00:17:53: eigentlich schon betteln müssen.

00:17:55: Wo setzt man da an, wo geht man

00:17:57: hin?

00:17:58: Das ist eher eine politische Frage, die ich

00:18:01: gar nicht beantworten kann, warum wir in diese

00:18:03: Entwicklung da reingeraten sind.

00:18:06: Es wäre natürlich am allerleichtesten, also ich mache

00:18:08: das mit meinen Patientinnen so, wenn die so

00:18:11: um die 35 Jahre alt sind, 35 bis

00:18:15: 40 Jahre alt werden, 38 irgendwie so, dann

00:18:17: sage ich, wir konservieren jetzt mal das Hormonsystem.

00:18:20: Und dann macht man einfach, obwohl noch alles

00:18:22: passt, einfach die Hormonwerte mal, um rauszufinden, wie

00:18:26: sind die Hormonwerte bei dieser Frau.

00:18:29: Weil es macht natürlich einen Unterschied, ob ich

00:18:31: Barbara Schöneberger heiße und eine Gala moderieren kann,

00:18:37: wetten das live oder was auch immer vor

00:18:40: einem Millionenpublikum.

00:18:41: So eine Frau hat ein anderes Hormonsystem als

00:18:44: jemand, der vielleicht schlank ist, leicht ist, klein

00:18:49: ist, dünner gebaut ist und so weiter und

00:18:52: vielleicht im Büro arbeitet als Buchhalterin, weil Stresssituationen

00:18:59: einen überlasten.

00:19:01: Also jede Frau hat, obwohl wir Normwerte haben,

00:19:05: ganz klar, obwohl wir Normwerte haben, schon so

00:19:07: ihren Hormonwohlfühlbereich.

00:19:09: Und es macht absolut Sinn, das einfach zu

00:19:11: konservieren.

00:19:12: Man kann es natürlich auch zu Hause machen,

00:19:15: es gibt ja mittlerweile die Speicheltestanalysen, man kann

00:19:18: sehen, wie sind denn da meine Hormonwerte.

00:19:20: Gibt es auch wieder eine große Diskussion, könnten

00:19:22: wir jetzt eine Stunde über die Frage diskutieren,

00:19:25: sind Speichelhormonwerte besser oder schlechter.

00:19:28: Aber wir sehen in den Speichelhormonwerten im Gegensatz

00:19:31: zu den Blutanalysen, dass wir dort die freien

00:19:35: Hormone sehen, sprich im Blut sind die gebunden

00:19:37: an bestimmte Transporteiweise.

00:19:40: Und so sehen wir, was ist denn da

00:19:42: eigentlich frei für den Organismus zur Verfügung.

00:19:44: Ein guter Arzt kann beides interpretieren.

00:19:48: Also so mache ich das.

00:19:49: Und dann, wenn die Frau in die Wechseljahre

00:19:50: kommt oder wenn sie plötzlich über Haarausfall klagt

00:19:52: oder meine Regelblutung bleibt aus oder ich blute

00:19:55: so stark und so weiter, dann kann man

00:19:56: zehn Jahre später vergleichen und sagen, aha, das

00:19:58: ist eher eine Frau, die die höheren Hormonwerte

00:20:01: gewöhnt ist für ihr Wohlbefinden.

00:20:03: Und da müssen wir dann halt wiederhin therapieren

00:20:05: oder alles dafür tun, damit das Hormonsystem wieder

00:20:07: aus dem Knick kommt.

00:20:08: Ein bisschen muss man natürlich da dagegen arbeiten,

00:20:11: klar, weil viele Frauen einfach leiden mit den

00:20:16: Wechseljahresveränderungen oder vor den Wechseljahren.

00:20:18: Manche Frauen gehen einfach glatt durch.

00:20:20: Also nicht jede Frau braucht das sozusagen.

00:20:24: Ich habe jetzt ein paar Fragezeichen.

00:20:28: Bitte schön.

00:20:29: Du hattest jetzt so ein paar unterschiedliche Jobs

00:20:34: angesprochen.

00:20:36: Also mein Alltag hat offensichtlich auf jeden Fall

00:20:38: Einfluss auf mein Hormonsystem.

00:20:41: Oder andersrum.

00:20:43: Mein Hormonsystem hat Einfluss auf meinen Alltag?

00:20:45: Ja.

00:20:46: Also jemand, der kein solides Stresshormonsystem hat, wird

00:20:54: sich wahrscheinlich nicht für den Beruf des Feuerwehrmanns

00:20:57: entscheiden oder für den Beruf des Piloten oder

00:21:00: der Pilotin.

00:21:02: Das hat mit dem Stresshormonsystem zu tun.

00:21:04: Natürlich hat es auch mit psychologischen Faktoren zu

00:21:06: tun.

00:21:07: Wie komme ich damit zurecht und so weiter.

00:21:08: Aber grundsätzlich muss das erst mal stimmen.

00:21:11: Also ich habe viele Manager auch in Behandlung,

00:21:13: auch von sehr, sehr großen Konzernen.

00:21:15: Und da siehst du schon, dass solche Leute

00:21:18: damit kein Problem haben.

00:21:20: Auch wenn die dann ein bisschen älter werden,

00:21:22: dann sage ich häufig so, wenn ich sehe,

00:21:26: das Stresshormonsystem ist gut, dann ist es furchtbar

00:21:29: beruhigend, wenn ich den Leuten sage, wir sind

00:21:32: vom körperlichen Burnout Lichtjahre entfernt.

00:21:36: Viele Menschen fühlen sich ja dann überlastet plötzlich,

00:21:39: denken so um die 50, kommen in Burnout

00:21:41: oder sonst was.

00:21:42: Und ich unterscheide immer den psychischen Burnout, also

00:21:46: dass das halt so durch psychologische Faktoren ausgelöst

00:21:49: wird.

00:21:49: Weiß ich, ich komme nicht an die Position,

00:21:51: die ich eigentlich verdient hätte.

00:21:53: Ich bekomme keine Anerkennung oder sonst was.

00:21:55: Und dann die absolute körperliche Burnout Situation, wenn

00:21:58: es neben dem Nierensystem aussteigt, wenn die Stressachsen

00:22:03: nicht mehr funktionieren, wenn ich mich auf gut

00:22:05: Deutsch totgearbeitet habe.

00:22:06: Jetzt gibt es einen ersten Fall in der

00:22:07: Schweiz von Totarbeiten, weiß nicht, ob du es

00:22:09: gehört hast.

00:22:10: Ein Klinikmitarbeiter, der jahrzehntelang keinen Tag Urlaub genommen

00:22:14: hat und alle in der Klinik haben auf

00:22:16: ihn eingewirkt und gesagt, hey hör auf, du

00:22:19: musst jetzt Pause machen und so.

00:22:21: Hat da nicht drauf geachtet und ist jetzt

00:22:22: verstorben.

00:22:23: Und jetzt gibt es da Klagen von der

00:22:25: Familie und ein wahnsinnig tragischer Fall.

00:22:30: Aber eine Einzelentscheidung.

00:22:31: Und wir sehen das sehr häufig, glaube ich,

00:22:32: in Japan.

00:22:33: Und so ein Tod am Arbeitsplatz durch Überarbeitung.

00:22:36: Also die Leute schaffen sich so in ein

00:22:40: körperliches Burnout, dass dann die Regulationssysteme einfach aussteigen.

00:22:48: Also es wird ja oft auf den Stress

00:22:51: geschoben, dass man nicht gesund wird, dann gibt

00:22:54: es jetzt aber auch Leute, die sagen, sie

00:22:57: haben eigentlich gar keinen Stress und fühlen sich

00:22:59: aber trotzdem irgendwie gestresst.

00:23:03: Krank.

00:23:04: Ja klar, das gibt es.

00:23:06: Und wissen aber nicht, woher das kommt.

00:23:11: Dann heißt es halt wirklich ran, ich meine,

00:23:12: als Arzt ist man kein Hellseher.

00:23:15: Man muss halt einfach untersuchen und mal die

00:23:17: großen Dinge abklopfen.

00:23:18: Wie zum Beispiel gibt es Nährstoffmängel, gibt es

00:23:23: Infektionserkrankungen.

00:23:24: Viele Menschen haben ja dann ein Epstein-Barr

00:23:27: -Virus oder leiden an einer Post-Covid.

00:23:30: Dann kommt das zu dem, zu dem.

00:23:31: Dann haben wir noch ein bisschen Schwermetalle, stört

00:23:33: es die Regulation noch ein bisschen.

00:23:34: Dann kommt vielleicht ein Todesfall in der Familie

00:23:36: dazu, eine schwierige Zeit.

00:23:38: Und so baut sich das dann schön langsam

00:23:40: auf.

00:23:40: Und als Arzt hat man dann, als komplementärmedizinisch

00:23:44: denkender Arzt hat man die Aufgabe, dieses Puzzle

00:23:46: zu entröseln und schaut sich dann halt die

00:23:49: Basics erstmal an und tastet sich dann Schritt

00:23:54: für Schritt letzten Endes vor und guckt, wo

00:23:57: finde ich denn was.

00:23:58: Also das ist ein ganz, ganz einfaches, primitives

00:24:04: Abarbeiten, wenn man so will.

00:24:06: Häufiges Stress ist natürlich auch eine Ausrede für

00:24:08: Ärzte.

00:24:09: So wenn wir sonst nichts finden, dann ist

00:24:11: es der Stress.

00:24:12: Klar, hört man auch wieder oder hört man

00:24:14: auch oft.

00:24:15: Und Stress ist halt häufig auch, wird auch

00:24:19: ein bisschen missverstanden.

00:24:21: Wenn man sich das mal anschaut, dann unterscheidet

00:24:24: unser Körper quasi zwischen einem physikalischen Stress, sprich

00:24:28: Verletzungen, Erkrankungen und zwischen einem psychischen Stress nicht.

00:24:32: Also die Stressreaktion, die läuft da gleich ab.

00:24:35: Stress ist Stress.

00:24:37: Stress heißt auch nicht irgendwie, ich muss jetzt,

00:24:40: habe einen Termin und muss dann jetzt da

00:24:42: schnell hin und so.

00:24:44: Das verstehen dann die meisten unter Stress.

00:24:46: Aber medizinisch ist Stress das Maß der Anpassung.

00:24:49: Ich nehme dir mal gerne ein Beispiel.

00:24:50: Stell dir vor, du hast einen Termin beim

00:24:52: Arzt.

00:24:53: Du kennst den Arzt schon lange, alles cool.

00:24:55: Dein Maß, also das Maß der Anpassung an

00:24:58: die Situation ist relativ klein.

00:25:00: Du gehst dahin, da weiß das Augenarzt, Untersuchung,

00:25:04: der misst deinen Augendruck und dann bist du

00:25:05: nach einer Viertelstunde wieder fertig.

00:25:07: Jetzt passiert aber folgendes, du trittst vorher in

00:25:10: ein Hundehäufchen.

00:25:12: Ja, vor diesem Termin.

00:25:14: Jetzt steigt dein Stress.

00:25:18: Jetzt bist du mit dem Auto unterwegs, jetzt

00:25:20: ist es Sommer und du findest keine Wasserpfütze.

00:25:24: So, jetzt versuchst du hektisch, dich an die

00:25:27: Situation anzupassen.

00:25:28: So, jetzt suchst du ein Stöckchen, jetzt weißt

00:25:30: du ganz genau, das wird riechen.

00:25:32: Angenommen, du hast diese Situation komplett im Griff

00:25:36: und du kriegst deinen Schuh gereinigt, du wirst

00:25:38: mit einem höheren Stressniveau, mit einem höheren Maß

00:25:42: der Anpassung da drin sitzen, weil erstens ist

00:25:45: dir die Geschichte noch im Hinterkopf und zweitens

00:25:47: denkst du dir die ganze Zeit hoffentlich riecht

00:25:48: ja nichts.

00:25:49: Also das ist so ein Beispiel, wie man

00:25:53: oder was Stress eigentlich mit uns macht.

00:25:55: Das ist das Maß der Anpassung und das

00:25:57: ist auch ein sehr, sehr guter Tipp, wenn

00:25:59: man merkt, dass man sich an eine Situation

00:26:04: stark anpassen muss.

00:26:06: Ich muss mich stark verdrehen.

00:26:09: Ja, mein Chef, der sagt jetzt irgendwas gegen

00:26:11: irgendjemand und das passt mir nicht.

00:26:14: Jetzt muss ich mich da stark anpassen, jetzt

00:26:16: muss ich mich stark zurückhalten.

00:26:18: Wie gehe ich damit um?

00:26:19: Das hätte ich ja nie gedacht von dem,

00:26:21: dass der sowas sagt oder irgendwie sowas.

00:26:25: Und hier ist es wichtig, dass man einfach

00:26:27: nur merkt, dass man da dagegen arbeitet im

00:26:31: Kopf.

00:26:32: Es reicht, wenn ich das mitkriege, da gibt

00:26:35: es Untersuchungen, dass dann automatisch mein Stresslevel sinkt.

00:26:40: Das ist super zu wissen, weil es gibt

00:26:43: eben stressige Jobs und wir können ja auch

00:26:46: wirklich froh sein, dass es Leute gibt, die

00:26:49: gewisse stressige Jobs ausüben.

00:26:52: Deswegen würdest du sagen, da kann man auch

00:26:55: quasi mit Stressmanagement auch gut mit umgehen, also

00:26:59: dass man sich dem Stress bewusst wird.

00:27:04: Ich bin gerade überlastet.

00:27:07: Und das reicht schon, das reicht schon, dass

00:27:09: der Stress sinkt, weil du dann einfach eine

00:27:12: andere Einstellung dazu kriegst.

00:27:14: Natürlich gibt es ja x Maßnahmen, dieses Box

00:27:16: Breathing und was es alles gibt oder Magnesium

00:27:19: oder so.

00:27:21: Also das ist so die Einzelmaßnahme, die ich

00:27:23: jetzt dem Topmanager mitgebe.

00:27:26: Weil das sind eigentlich Leute, die sind ja

00:27:28: für Stress gemacht, ist ja alles gut.

00:27:31: Aber häufig erwischt es uns halt einfach, dass

00:27:33: wir in solchen Situationen festhängen.

00:27:36: Du hast gerade Magnesium angesprochen.

00:27:38: Magnesium ist ein, also Stress ist ein riesiger

00:27:42: Magnesiumfresser, oder?

00:27:44: Ja, unter anderem ist Stress natürlich ein Magnesiumfresser.

00:27:49: Wir wissen bei Leuten, die viel Stress haben,

00:27:52: dass halt gewisse Mikronährstoffmängel auftauchen und das hat

00:27:55: mit dem Stress zu tun.

00:27:58: Grundsätzlich kann Magnesium natürlich erstmal die Muskulatur entspannen.

00:28:02: Das Magnesium L-Treonat zum Beispiel, dieser Mikronährstoff,

00:28:05: der ist in der Lage, dass wir uns

00:28:07: leichter in den Schlaf begeben.

00:28:09: Also klar, Stress oder Magnesium ist ja an

00:28:11: über 300, jetzt sagt man mittlerweile über 600

00:28:15: Stoffwechselwegen beteiligt.

00:28:17: Also klar, da gibt es natürlich gute Mittel

00:28:20: und Wege, was man auch auf körperlicher Ebene

00:28:22: tun kann.

00:28:23: Ich wusste von Magnesiumglucinat, aber L-Treonat ist

00:28:28: spannend.

00:28:29: Also L-Treonat kann auch zu einem guten

00:28:31: Schlaf beitragen.

00:28:32: Ja, da gibt es Studien darüber.

00:28:34: Also das sind keine Healthclamps von Magnesium, aber

00:28:36: es gibt Studien darüber, dass dieser Stoff, da

00:28:39: forscht eine Forschergruppe seit knapp 20 Jahren dran,

00:28:44: diese Magnesiumform, die kann die Blut-Hirn-Schranke

00:28:49: überwinden.

00:28:50: Die anderen Magnesiumformen können das nicht.

00:28:52: Also die wir als Nahrungsergänzung nehmen.

00:28:55: Und das ist ganz interessant, dass wir in

00:28:57: den Studien sehen, dass sich da das Schlafverhalten

00:28:59: von solchen Leuten verbessert.

00:29:02: Und viele Menschen nutzen Magnesium auch einfach, um

00:29:05: zu entspannen, weil Magnesium natürlich dazu beiträgt, dass

00:29:08: sich die Muskulatur halt einfach entspannen kann.

00:29:11: Und für viele Menschen ist das der Entspannungseffekt,

00:29:14: also dass sie diese muskuläre Entspannung haben.

00:29:16: Das empfinden viele Leute beim Einschlafen als sehr,

00:29:20: sehr angenehm.

00:29:21: Und dann gibt es aber auch quasi den

00:29:22: Hirnentspannungseffekt, aber das kann dann quasi nur das

00:29:25: Magnesium-L-Trionat.

00:29:26: Okay.

00:29:27: Lass uns nochmal ganz kurz auf das Hormonsystem

00:29:29: zurückkommen.

00:29:30: Wie kann ich das verbessern?

00:29:32: Schwierige Frage.

00:29:34: Erstens ändert sich es natürlich im Alter.

00:29:39: Wenn wir älter werden, dann würde ich halt

00:29:42: viele, viele Dinge machen, die vielleicht als 20,

00:29:45: 25-Jähriger noch nicht so wichtig sind.

00:29:48: Auf den Eiweißbedarf schauen, auf die Omega-3

00:29:51: -Fettsäuren schauen, auf die Bewegung schauen, die Muskeln

00:29:55: müssen passen und solche Dinge sind es dann

00:29:57: am Ende des Tages.

00:29:58: Aber wir werden es nicht unbedingt verhindern können,

00:30:03: dass wir hormonell schwächer werden.

00:30:06: Melatonin ist eine sehr, sehr interessante Substanz.

00:30:08: Also wir wissen ja, dass Melatonin zum guten

00:30:12: Schlaf beiträgt.

00:30:13: Der Schlaf ist ganz, ganz wichtig.

00:30:16: Wir haben den Fall, dass wenn du 60

00:30:20: wirst, produzierst du nur noch ungefähr 50 Prozent

00:30:22: von deinem Melatonin.

00:30:24: Also solche kleinen Tricks sind es dann halt,

00:30:26: dass man einfach den Schlaf verbessert, eventuell das

00:30:28: eine oder andere Supplement nimmt.

00:30:30: Da sind die Studien eigentlich recht gut dazu

00:30:31: mittlerweile.

00:30:32: Okay.

00:30:33: Das heißt, um meine Hormongesundheit zu unterstützen, guter

00:30:38: Schlaf, Bewegung, Omega-3, Ernährung sowieso, Entzündungen unter

00:30:44: Kontrolle halten, solche Dinge sind es dann.

00:30:48: Antioxidantien spielen eine Rolle.

00:30:51: Und ab einem bestimmten Punkt geht es dann

00:30:54: halt auch nicht.

00:30:55: Dann greift man halt einfach zur bioidentischen Hormonersatztherapie,

00:30:59: sprich die Hormone kann ich eins zu eins

00:31:02: ja so ersetzen im Körper, wie sie sind.

00:31:05: Das nennt man bioidentisch.

00:31:07: Und da kann ich dann einfach das Hormonsystem

00:31:09: unterstützen.

00:31:10: Wenn jemand so abrauscht, dann geht man halt

00:31:13: diesen Weg.

00:31:14: Ich bin kein Fan von synthetischen Hormonen, überhaupt

00:31:16: gleich gar nicht.

00:31:18: Da kann man mich nicht begeistern dafür.

00:31:20: Gibt es da aber irgendwas Natürliches?

00:31:23: Ja, ich meine, es gibt ja viele Pflanzenstoffe.

00:31:25: Also zum Beispiel Frauen gehen ja zuerst in

00:31:27: den Progesteronmangel rein, bevor dann der Östrogenmangel kommt.

00:31:31: Progesteron macht das, was Frauen super finden.

00:31:34: Super Stimmung, super Haut, Fett weg von den

00:31:36: Hüften, Wasser raus aus den Haxen.

00:31:37: So kann man es sich merken.

00:31:39: Und das ist das Erste, was bei der

00:31:41: Frau schwächer wird, das Progesteron, der Progesteronwert.

00:31:44: Da kann man natürlich einen Schritt weit mit

00:31:46: Mönchspfeffer oder sowas dagegen arbeiten.

00:31:49: Aber ab einem bestimmten Punkt gibt es einfach

00:31:50: Frauen, die da eine Dosierung brauchen von so

00:31:54: einer bioidentischen Hormonersatztherapie.

00:31:57: Das macht jetzt auch schon knapp 20 Jahre

00:31:59: mittlerweile.

00:32:00: Die Krebsangst ist da ja hoch.

00:32:04: Wir können mittlerweile das sehr sicher machen.

00:32:06: Das heißt, wir haben mittlerweile Untersuchungen zur Verfügung,

00:32:10: wo wir den Hormonabbau sehen.

00:32:12: Also wie verstoffwechselt die Frau ihre Hormone so

00:32:15: grundsätzlich.

00:32:17: Da gibt es halt gerade beim Östrogen den

00:32:19: Fall, dass viele Frauen des Östrogen dann brustkrebsschützend

00:32:24: verstoffwechseln.

00:32:25: Und da gibt es auch Frauen, die Brustkrebs

00:32:27: fördern verstoffwechseln.

00:32:28: Da kann man dann auch wieder eingreifen in

00:32:30: die Regulation und solchen Frauen helfen, damit sie

00:32:34: ihre Hormone brustkrebsschützend weiter verstoffwechseln.

00:32:37: Also die eigentlichen Hormone sind nicht das Problem,

00:32:39: sondern eher was macht der Körper dann draus?

00:32:42: Wie verstoffwechselt er das weiter?

00:32:43: Das ist der springende Punkt.

00:32:45: Okay und bist du deswegen kein Fan davon,

00:32:48: weil der Körper das sowohl als auch verstoffwechseln

00:32:50: kann?

00:32:51: Nee, ich bin kein Fan von synthetischen Hormonen,

00:32:55: weil da stülpst du ja der Frau ein

00:32:57: Fake-Hormon-System auf.

00:33:00: Aber darüber hat man doch gerade gesprochen, oder

00:33:02: war das jetzt?

00:33:02: Nein, wir haben jetzt über den natürlichen Hormonabbau

00:33:04: gesprochen.

00:33:05: Wenn ich die natürlichen Hormone dann eins zu

00:33:07: eins ersetze, bioidentisch nennt man das, das Molekül

00:33:10: schaut genauso aus wie im Körper, dann werden

00:33:14: die natürlich auch so verstoffwechselt.

00:33:16: Also da kann ich eine gewisse Sicherheit schaffen,

00:33:19: dass ich sage, diese Hormone, wenn ich welche

00:33:21: brauche, die kann man mit einer hohen Sicherheit

00:33:23: geben, ohne dass man jemand quasi in die

00:33:26: Krebsrichtung drängt.

00:33:27: Die synthetischen Hormone, die haben, ja man kann

00:33:33: sich so vorstellen, wie wenn du einen Schlüssel

00:33:36: hast und bei der bioidentischen Hormontherapie schaut der

00:33:40: Schlüssel exakt so aus wie bei dir im

00:33:42: Körper.

00:33:43: Bioidentisch.

00:33:46: Bei der synthetischen Hormontherapie, dazu zählt auch die

00:33:50: Pille zum Beispiel zur Empfängnisverhütung, da baue ich

00:33:54: mir hinten im Molekül an diesem Schlüssel noch

00:33:57: so ein riesengroßen Schwänzchen dahin.

00:34:02: Also ich verändere das Molekül, der Schlüssel, der

00:34:04: steckt, der kann zwar das Schloss aufsperren, aber

00:34:08: der soll da lange Zeit drauf bleiben und

00:34:10: darum verändert man das Molekül noch synthetisch, dass

00:34:15: ich quasi eine längere Wirkdauer habe und so

00:34:18: weiter.

00:34:18: Also das ist der große Unterschied.

00:34:20: Und unser Körper ist natürlich durch seine Abbaumechanismen

00:34:22: da drauf getrimmt oder dafür gemacht, die bioidentischen,

00:34:26: also seine eigenen Hormone wieder abzubauen.

00:34:28: Und das ist der Unterschied biochemisch zwischen der

00:34:33: bioidentischen Hormontherapie und der synthetischen Hormontherapie.

00:34:36: Es gibt natürlich absolut Fälle, wo so eine

00:34:38: synthetische Hormontherapie Sinn macht, notwendig ist, bestimmte

00:34:43: Erkrankungsbilder, aber das würde viel zu weit führen,

00:34:47: auch wieder eine riesengroße Diskussion in der Gynäkologie.

00:34:52: Ja, weil du vorher meintest, alles, was Frauen

00:34:57: so toll finden, machen diese Hormone.

00:34:59: Ich glaube, da geht es gar nicht so

00:35:00: wirklich darum, ums toll finden, sondern einfach um

00:35:02: das allgemeine Wohlbefinden.

00:35:05: Ich glaube, da steckt wirklich ein riesengroßer Leidensdruck

00:35:07: bei vielen dahinter.

00:35:09: Was ist denn jetzt dein bester Tipp?

00:35:11: Mein bester Tipp wäre eigentlich mal zu schauen,

00:35:13: was los ist im Hormonsystem.

00:35:15: Sprich, man kann ja so einen Stress-Hormon

00:35:17: -Speicheltest einfach zu Hause machen.

00:35:18: Wir können auch gerne mal einen verlinken und

00:35:21: braucht man gar nicht zum Arzt gehen und

00:35:22: kriegt dann eigentlich vom Labor ein relativ schnelles

00:35:25: Feedback.

00:35:26: Hey, ist bei mir der DHEA-Spiegel zu

00:35:28: tief, der Progesteronspiegel zu tief, Estrogen zu tief

00:35:31: oder vielleicht auch zu hoch.

00:35:33: Da geht es ja auch bei den Stresshormonen

00:35:34: eventuell in die andere Richtung.

00:35:36: Okay, super.

00:35:37: Dann heißt es, kann ich auch zu Hause

00:35:38: testen?

00:35:39: Ja.

00:35:40: Spannend, okay.

00:35:42: Du hattest vorher auch noch einen interessanten Punkt

00:35:44: angesprochen, die Entzündungen.

00:35:45: Was versteht man in der Medizin unter Entzündungen?

00:35:49: Eigentlich ist alles eine Entzündung, was nicht so

00:35:51: passt und klappt im Körper.

00:35:52: Also grundsätzlich ist es halt so, wenn wir

00:35:58: bestimmte Zustände haben, Virusinfektionen, Bakterieninfektionen, bestimmte

00:36:04: Lebensmittel, Fettsäure-Status passt nicht, dann kann es

00:36:08: halt einfach sein, dass wir in einen chronischen

00:36:11: Entzündungs-Status reingehen.

00:36:13: Silent Inflammation ist hier das Stichwort.

00:36:15: Das bedeutet letzten Endes, dass unser Immunsystem immer

00:36:19: so leicht aktiviert ist.

00:36:21: Das heißt auch für das Gefäßsystem, dass dort

00:36:22: eventuell Entzündungsreaktionen stattfinden, dass wir dann ins Thema

00:36:27: Cholesterin reinkommen, Thema Gefäßverkalkung zum Beispiel, das ist

00:36:31: ein großes Problem.

00:36:33: Entzündung heißt immer oder oft Schmerz, also die

00:36:38: Zellen funktionieren nicht mehr richtig so gut, hängt

00:36:41: vom Antioxidantien-Status ab, wie wir mit Entzündungen

00:36:45: umgehen können, das ist so ein wichtiger Aspekt,

00:36:48: hängt von der Ernährung ab, ob wir entzündungsfördernde

00:36:51: Nahrungsmittel zu uns nehmen, also grob gesagt Lebensmittel

00:36:55: mit schlechten Fettsäuren zum Beispiel, also der Fettsäure

00:36:59: -Status, dann kann man sich so vorstellen, diese

00:37:02: Omega-3-Fettsäuren sind ja in aller Munde

00:37:03: wie quasi Feuer und Feuerwehr, also die Omega

00:37:06: -3-Fettsäuren sind in der Lage, die Entzündung

00:37:11: zu löschen, regelrecht.

00:37:12: Und wenn ich da in der Dysbalance bin,

00:37:14: dann ist halt häufig das Problem, dass die

00:37:17: Entzündung dann so nach und nach übermannt oder

00:37:20: überhandnimmt und dann geht es halt Richtung Gefäßprobleme

00:37:24: und so weiter.

00:37:25: Also chronischer Stress trägt dann natürlich dazu bei,

00:37:28: Schlafmangel, schlechter Schlaf, ungesunde Ernährung, Zucker natürlich, stark

00:37:34: verarbeitete Lebensmittel, also alles das, was wir so

00:37:36: unter Gesundheit verstehen.

00:37:39: Und ich habe neulich eine interessante Studie gelesen

00:37:41: übrigens, da hat man Menschen mit Arthritis untersucht

00:37:45: und denen hat man ein tolles Antioxidant gegeben,

00:37:48: Astaxantin ist ja in aller Munde und tatsächlich

00:37:51: haben die Menschen dann weniger Schmerzen gehabt.

00:37:53: Ganz tolle Studie, kann man vielleicht auch verlinken.

00:37:55: Also wirklich interessant.

00:37:58: Dann hat man das noch kombiniert mit Omega

00:37:59: -3 und hat gesehen, dass die Menschen einfach

00:38:03: weniger Schmerzen haben.

00:38:04: Also da ist halt die Entzündung im Gelenksbereich

00:38:08: und wenn man die Entzündung dann bekämpft, dann

00:38:11: wurden die Schmerzen besser.

00:38:13: Ok, also eine Entzündung kann ich mir wie

00:38:15: ein loderndes Feuer vorstellen.

00:38:16: So ein kleines Feuerchen, genau.

00:38:18: Und Omega-3, Astaxantin, eine Antioxidantien generell, eine

00:38:24: ausgewogene Ernährung kann ich mir dann vorstellen wie

00:38:27: Löschwasser.

00:38:28: Ja, also gerade bei den Omega-3 Fettsäuren

00:38:30: kann man sich das wirklich so vorstellen.

00:38:32: Also wenn die Balance nicht passt, dann gibt

00:38:36: es Probleme.

00:38:37: Ok, im Zusammenhang mit Entzündungen hört man ja

00:38:41: auch immer wieder was vom Säurebasenhaushalt, Detox-Kuren

00:38:45: hast du vorher auch schon angesprochen.

00:38:47: Welche Rolle spielt eine Detox-Kur oder Säurebasenhaushalt?

00:38:52: Hast du da eine Meinung dazu?

00:38:55: Grundsätzlich ist es halt so, ich habe es

00:38:57: ja gerade erwähnt, wir lieben Detox, wir lieben

00:39:00: Entsäuren und klar, das hat alles seinen Stellenwert

00:39:03: und das ist alles richtig.

00:39:05: Natron hypet ja gerade im Internet so richtig

00:39:07: wieder hoch.

00:39:09: Wir wissen natürlich, dass Entzündung und Übersäuerung im

00:39:13: Gewebe zusammenhängt, aber man soll es auch nicht

00:39:15: übertreiben.

00:39:16: Also zu viel Natron zum Beispiel bringt uns

00:39:18: dann wieder den pH-Wert des Magens durcheinander,

00:39:20: bringt uns eventuell den pH-Wert der Darmflora

00:39:23: durcheinander.

00:39:24: Also klar ist es wichtig, wir wissen, dass

00:39:29: die Übersäuerung häufig sich in einem Mineralstoffmangel äußert,

00:39:34: also häufig macht es Sinn, seine Übersäuerung eher

00:39:38: mit Mineralien auszugleichen, als sich irgendwie Natron rein

00:39:42: zu kippen.

00:39:43: Wie blöd.

00:39:44: Die Übersäuerung ist ja quasi eh schulmedizinisch, wenn

00:39:46: man so will, umstritten und nicht anerkannt.

00:39:48: Wir messen es natürlich auf der Intensivstation und

00:39:50: so, das ist aber nicht die die Gewebsübersäuerung,

00:39:54: über die wir eigentlich in der Komplementärmedizin immer

00:39:56: sprechen, aber es gibt definitiv auch messbare Veränderungen

00:40:00: im Gewebe, wenn Entzündung quasi einhergeht, dass wir

00:40:06: da auch wieder Regulationsstörungen auf zellulärer Ebene haben.

00:40:13: Halten wir es ganz einfach so, weil sonst

00:40:14: wird es zu kompliziert.

00:40:17: Okay, verstehe.

00:40:19: Der Säurebasenhaushalt, wie du gerade schon gesagt hast,

00:40:22: das ist ja wirklich, wenn man übersäuert oder

00:40:24: untersäuert, ist ja ein klinisch ernstzunehmender Zustand.

00:40:29: Absolut, messen wir bei jedem Intensivpatienten mehrfach täglich,

00:40:33: bei jedem kritischen.

00:40:35: Okay, aber es ist ja trotzdem immer wieder

00:40:40: ein Thema, dieser Säurebasenhaushalt, Entschlacken hier, Entschlacken dort.

00:40:48: Also es ist schon was dran auch.

00:40:51: Klar ist was dran.

00:40:52: Jedes Körpergewebe, jedes Kompartiment hat seinen eigenen pH

00:40:58: -Wert.

00:40:58: Wir wissen es von der Verdauung.

00:41:00: Wenn die Verdauungsenzyme aus einem bestimmten Bereich rausgehen,

00:41:05: also wenn der pH-Wert entweder zu hoch

00:41:07: oder zu tief ist, also zu viel Säure

00:41:08: oder zu viel Base, dann hast du das

00:41:10: Problem, dass die Verdauungsenzyme nicht mehr richtig funktionieren.

00:41:14: Enzyme haben es immer gern kuschelig.

00:41:16: Die wollen immer sozusagen ihren pH-Bereich haben,

00:41:19: wo es gut funktioniert.

00:41:22: Und gerade bei der Verdauung sehen wir das

00:41:24: halt häufig, wenn ich halt meinen leicht sauren

00:41:27: Stuhl, der ist ja leicht sauer, so kommt

00:41:30: er ja raus, wenn ich da halt einfach

00:41:31: zu viel Natron draufkippe, dann kann ich mir

00:41:34: meine Darmflora richtig runterrocken über die Zeit, weil

00:41:38: ich einfach das natürliche pH-Milieu da störe.

00:41:41: Ich habe es ausprobiert, also die Zuschauer brauchen

00:41:44: es nicht ausprobieren, habe ich schon gemacht.

00:41:46: Ich habe im Studium, damals war die Zeit

00:41:48: von Herrn Wollitschek, der hat damals ein Buch

00:41:50: geschrieben, der Kollege, über den Säurebasenhaushalt und so.

00:41:54: Und ich hatte halt auch diese primitive Vorstellung,

00:41:56: je basischer ich bin, desto besser geht es

00:41:59: mir.

00:41:59: Da hat man dann also auch über Wochen

00:42:01: Natron reingekippt in großen Mengen, bis der Teststreifen

00:42:04: richtig schön blau war im Urin.

00:42:06: Und an einem Tag, ich kann mich erinnern,

00:42:08: mir ging es so dreckig, da hatte ich

00:42:09: so viel Natron genommen am Tag zuvor, wo

00:42:12: ich mir gedacht habe, was mache ich da

00:42:13: eigentlich für einen Scheiß.

00:42:14: Mir ging es richtig, richtig hundeübel.

00:42:17: Und da bin ich draufgekommen, Mensch, einfach alles

00:42:19: übersteuert, viel zu viel, viel zu einfach im

00:42:22: Internet jetzt dargestellt.

00:42:24: Bring dein Säurebasenhaushalt mit Natron oder Backpulver oder

00:42:27: whatever in Ordnung und du wirst wieder gesund.

00:42:30: Nee, es ist nur ein kleines Bausteinchen.

00:42:32: Und unser Urin, der muss einfach sauer sein.

00:42:35: Unser Stuhl, der muss leicht sauer sein.

00:42:37: Also zu viel Regulation ist da auch nicht

00:42:41: gut.

00:42:42: Und man sollte den Darm und die Darmflora

00:42:45: da weitestgehend in Ruhe lassen.

00:42:48: Inwiefern hängt die Darmflora mit dem Säurebasenhaushalt zusammen?

00:42:54: Also grundsätzlich ist es ja so, dass wir

00:42:57: von der Säurungsflora sprechen.

00:43:00: Das heißt, unsere Darmbakterien regulieren den pH-Wert

00:43:03: im Darm, indem sie Säure produzieren.

00:43:06: Zum Beispiel Milchsäure.

00:43:08: Darum heißen die Lactobacillen auch Lactobacillen, weil sie

00:43:10: Milchsäure produzieren.

00:43:12: Dann haben wir viele Keime, die kurzkettige Fettsäuren

00:43:16: produzieren müssen.

00:43:17: Butyrat, Buttersäure für die Gehirngesundheit, Stichwort Darm-Hirnachse.

00:43:22: Und wenn halt der pH-Wert nicht richtig

00:43:23: passt, dann können die halt ihren Job nicht

00:43:25: machen.

00:43:27: Das heißt, wenn da Fäulniskeime drinnen sind, dann

00:43:30: verdrängen sozusagen die Fäulniskeime diese säurebildenden Keime.

00:43:35: Nach Antibiotika kann das passieren, nach Darminfektionen kann

00:43:38: es passieren.

00:43:38: Wenn ich zu viel Zucker esse, kann es

00:43:39: passieren.

00:43:40: Wenn ich Schwermetalle im Mund habe.

00:43:43: Schwermetalle können die die Gesundheit der Darmbakterien zerstören.

00:43:47: Also viele Organe, Gallen, Säure produzieren einfach Säuren,

00:43:53: damit der ganze Laden da unten läuft.

00:43:55: Okay, also ich kann meine Darmflora mit schlechter

00:43:59: Ernährung, Antibiotika, Darminfektionen, zu viel Zucker...

00:44:05: Ja, zu viel Weiß mit zu viel Kohlenhydrate,

00:44:07: klar.

00:44:07: Und mit Schwermetallen.

00:44:09: Ja, Schwermetalle zum Beispiel.

00:44:10: Das lieben halt die Bakterien nicht.

00:44:13: Viele Medikamente machen das ja auch.

00:44:15: Ibuprofen zum Beispiel oder so, die können deine

00:44:17: Schleimhaut angreifen.

00:44:18: Also es gibt x Faktoren, warum die Darmgesundheit

00:44:22: nicht passen kann.

00:44:24: Und ja, die muss halt einfach auch, wenn

00:44:26: man so im Großen und Ganzen spricht, halt

00:44:29: einfach auch passen und stimmig sein.

00:44:33: Ja, du hattest jetzt nochmal die Schwermetalle angesprochen.

00:44:37: Viele verzichten da ja einfach nur auf Fisch.

00:44:39: Reicht das?

00:44:41: Also das ist so, Schwermetalle haben eine sehr

00:44:45: unangenehme Eigenschaft.

00:44:47: Die blockieren die Enzyme.

00:44:49: Okay, das heißt, wenn du die Enzyme misst,

00:44:53: dann sind die Enzyme im Körper da.

00:44:54: Jetzt fragen sich bestimmt viele, was sind Enzyme?

00:44:58: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:44:58: Enzym ist einfach ein kleines Helferchen.

00:45:01: Stell dir vor, ein Enzym packt ein Magnesiumbausteinchen,

00:45:06: was du isst, und schiebt es in ein

00:45:08: anderes Molekül rein.

00:45:10: Packt irgendwas um, bastelt irgendwas im Körper, sorgt

00:45:15: dafür, dass die Stoffwechselprozesse funktionieren.

00:45:18: Das sind eigentlich unsere Bauarbeiter.

00:45:20: Und Schwermetalle?

00:45:21: Und Schwermetalle, man kann sich die Enzyme, wenn

00:45:23: man so ein bisschen technisch denkt, weil jeder

00:45:25: kennt dieses Bild von seiner Autofertigungsanlage.

00:45:28: Solche Roboter, diese Autoroboter, die dann irgendwie eine

00:45:31: Fensterscheibe nehmen und da halt hinfahren und da

00:45:34: reinbauen oder einen Motor oder was auch immer.

00:45:37: Und die Enzyme können das.

00:45:39: Die haben wie so kleine Ärmchen, die schaffen

00:45:41: da was weg.

00:45:42: Und die Schwermetalle, die können diese Enzyme so

00:45:46: blockieren, wie wenn man da so Streben reinschweißen

00:45:49: würde.

00:45:49: Also du kommst her mit Stahlstreben und schweißt

00:45:51: es einfach rein.

00:45:52: Die Roboter sind noch da, aber die können

00:45:54: sich quasi nicht mehr bewegen.

00:45:57: Und das machen, das ist eigentlich das große

00:45:59: Problem von Schwermetallen, dass sie unsere Enzyme blockieren.

00:46:02: Dann gibt es natürlich auch noch ab einer

00:46:03: bestimmten Schwelle, dass die Schwermetalle dann direkt toxisch

00:46:07: wirken aufs Gehirn.

00:46:09: Also da gibt es von der University of

00:46:12: Calgary, kann man mal nachschauen im Internet, how

00:46:18: mercury, wie heißt dieses Video, also wie Quecksilber

00:46:21: deine Nervenzellen schädigt.

00:46:23: Und da sieht man unter dem Elektronenmikroskop eine

00:46:26: Nervenzelle und dann wird die mit Quecksilber, mit

00:46:28: so einem Quecksilbermolekülchen in Verbindung gebracht.

00:46:31: Und dann sieht man die im Zeitraffer wirklich

00:46:33: degenerieren und schrumpfen, so ähnlich wie das bei

00:46:35: der MS aussieht.

00:46:37: Also das ist der direkte toxische Effekt von

00:46:39: Schwermetallen.

00:46:40: Und gerade unsere Nervenzellen und die Gehirnzellen lieben

00:46:43: das nicht.

00:46:44: Das wird ja immer wieder diskutiert.

00:46:46: Alzheimer zum Beispiel in Verbindung mit Aluminiumbelastung und

00:46:49: so weiter, ist man ja noch dran in

00:46:51: der Forschung, hat sich noch kein abschließendes Urteil

00:46:53: erlaubt.

00:46:54: Aber wir wissen, die gehen halt auf die

00:46:55: Nerven, die gehen aufs Hormonsystem, also die sensiblen

00:46:58: Organsysteme.

00:47:00: Die reagieren auch sensibel auf die Schwermetalle.

00:47:04: Und das große Problem ist, dass wir Schwermetalle

00:47:07: zu einem verschwindend kleinen, unrelevanten Teil ausscheiden.

00:47:12: Wie werde ich die dann los?

00:47:14: Indem man sie einsammelt.

00:47:17: Das heißt, du brauchst bestimmte Moleküle, die in

00:47:21: der Lage sind, diese feste Verbindung, die die

00:47:24: Schwermetalle mit unseren körpereigenen Eiweißen eingehen.

00:47:27: Also die binden sich da chemisch richtig ran,

00:47:31: wie ein kleines Kind, das von seiner Mama

00:47:33: getrennt wird.

00:47:34: So kann man sich das vorstellen.

00:47:35: Das umgreift den Hals von der Mama und

00:47:37: will nicht weg.

00:47:38: Und so haben die Schwermetalle so eine starke

00:47:41: Bindungskraft an unsere körpereigenen Eiweiße, dass wir praktisch

00:47:47: eine zweite Mama brauchen, wo sie sich da

00:47:50: lieber hinhängen.

00:47:52: Das kann man mit chemischen Gruppen, mit Schwefelgruppen,

00:47:56: die man in einem bestimmten Winkel zueinander stellen

00:47:59: muss, kann man das quasi über die magische

00:48:01: Anziehungskraft der Moleküle regeln.

00:48:04: Und dann bindet sich das Schwermetall da lieber

00:48:06: hin.

00:48:07: Und so bringen wir es dann zur Ausscheidung.

00:48:08: Also das bringt nichts, auf Fisch zu verzichten.

00:48:11: Klar, wir haben natürlich Fischsorten wie Thunfisch, die

00:48:15: stark Schwermetallbelastet sind.

00:48:16: Also je mehr ein Raubfisch ist und kleine

00:48:20: andere Fische frisst und je länger er auf

00:48:24: diesem Planeten im Wasser schwimmt, desto mehr Schwermetall

00:48:28: reichert sich an im Fisch.

00:48:29: Je kleiner der Fisch und je kürzer das

00:48:31: erlebt, bestes Beispiel Sardinen, desto weniger Schwermetalle nimmt

00:48:36: er auf.

00:48:37: So, das ist der große Unterschied.

00:48:39: Aber es bringt da nichts, nur rein auf

00:48:41: Fisch zu verzichten.

00:48:43: Das heißt, es hört sich nach einem sehr

00:48:47: intensiven Stoffwechselprozess an, diese Schwermetalle.

00:48:51: Also es hört sich nicht an, als wäre

00:48:53: das irgendwie leicht.

00:48:55: Nein, es gibt Patienten, die wirklich richtig schwermetallvergiftet

00:48:58: sind und das nicht wissen.

00:49:00: Die haben dann halt einfach Brain Fog oder

00:49:01: Konzentrationsstörungen und so weiter.

00:49:03: Kein Mensch denkt da dran.

00:49:05: Und dann ist der zweite Schritt, dass wir

00:49:06: die halt einfach rausbringen und ausleiten.

00:49:08: Und das muss man einfach mit Profimethoden machen.

00:49:11: Es gibt Methoden mit Infusionen.

00:49:12: Es gibt aber auch Methoden mit Kapseln, das

00:49:15: zu machen.

00:49:16: Und wie gesagt, es hängt immer davon ab,

00:49:19: wie gut ist der Stoff in der Lage,

00:49:22: dieses Schwermetall von den körpereigenen Verbindungen wegzubringen.

00:49:25: Im Internet haben wir natürlich einen Haufen Instagram

00:49:27: -Reels und so weiter, die dann sagen, ja,

00:49:29: nehm einfach nur Zeolit oder irgendwas.

00:49:31: Und das wird sehr, sehr stark gepusht von

00:49:33: den Firmen.

00:49:34: Aber wenn wir das Schwermetall einsammeln wollen, das

00:49:37: an körpereigenen Zellen hängt, dann brauchen wir Profistoffe

00:49:41: und die heißen Gelate, heißt diese Stoffgruppe.

00:49:45: Und wie komme ich da dran?

00:49:46: Tja, es gibt leichte Gelate, die man halt

00:49:49: so bestellen kann, wie zum Beispiel die Alpha

00:49:51: -Liponsäure, die ist frei verkäuflich.

00:49:54: Die kann das zum Beispiel, in Amerika haben

00:49:57: wir Substanzen, die auch frei verkäuflich sind, die

00:49:59: MSA zum Beispiel, die Substanz ist in Deutschland

00:50:02: verschreibungspflichtig, die kann das.

00:50:04: Es geht eigentlich immer nur darum, was sind

00:50:07: da für Schwefelgruppen drin und in welcher Art

00:50:10: und Weise liegen die Schwefelgruppen vor, wie viel

00:50:12: sind es und in was für einem Winkel

00:50:14: stehen die zueinander im Molekül.

00:50:16: Wenn die in einem richtigen Winkel zueinander stehen,

00:50:19: dann können die quasi diese Schwermetalle aufsammeln oder

00:50:22: wegbringen von den Molekülen.

00:50:25: Stoffe wie Zeolit zum Beispiel, die haben eine

00:50:29: sehr, sehr schwache Bindungsneigung zu Schwermetallen, die kann

00:50:33: man sich eher wie so ein Schwamm vorstellen,

00:50:35: wo das dann sich rein verfängt.

00:50:37: Wird ja auch zur Abwässerreinigung zum Beispiel verwendet,

00:50:40: aber da spielt die Musik nicht.

00:50:42: Die Musik spielt da, wo die Schwermetalle am

00:50:46: Molekül kleben, da muss ich sie wieder wegbringen

00:50:49: und das ist das große, große, die große

00:50:50: Schwierigkeit quasi.

00:50:53: Darum funktionieren einfach viele Schwermetallausleitungen so nicht.

00:50:56: Die Leute denken, sie wären ihre Schwermetalle los,

00:51:00: stimmt aber nicht.

00:51:01: Jetzt nochmal zusammenfassend gesagt, der erste wichtigste Schritt

00:51:06: ist auf jeden Fall die Mikronährstoffe zu bestimmen,

00:51:09: oder?

00:51:10: Das wäre ein Schritt, wenn ich nicht gesund

00:51:13: werde, was für jeden Menschen eigentlich logisch wäre

00:51:16: oder sinnvoll wäre, einfach zu schauen, was fehlt

00:51:19: mir im Stoffwechsel.

00:51:20: Fehlen mir Hormone, fehlen mir Vitamine, fehlen mir

00:51:23: Mikronährstoffe.

00:51:25: Also der Schritt kommt in meinen Augen ist

00:51:28: ja viel, viel sinnvoller, als irgendwelche Detox-Kuren

00:51:31: zu machen im ersten Schritt.

00:51:33: Und was wäre dann der zweite Schritt?

00:51:36: Der zweite Schritt wäre eher zu schauen, was

00:51:40: habe ich zu viel.

00:51:43: Also da wäre zum Beispiel, wären die Schwermetalle

00:51:45: anzusiedeln, was blockiert, produziere ich zu viel von

00:51:51: einem Hormon, habe ich zu viel Schilddrüsenhormone an

00:51:54: Bord, dann wieder hinterfragen, wieso ist das Ganze

00:51:57: so.

00:51:58: Also das wäre so eine Geschichte, die eher

00:52:02: in Richtung Schritt zwei kommt.

00:52:04: Und Schritt drei, da siedle ich eher so

00:52:07: Sachen an, wie Entzündung der, Sanierung der Entzündungsherde,

00:52:12: wenn ich irgendwo ein Entzündungsherd habe, der nicht

00:52:15: ausheilen kann, zum Beispiel im Zahnbereich oder eine

00:52:19: Immunmodulation.

00:52:21: Also viele Menschen nehmen ja dann Stoffe zur

00:52:25: Stimulierung des Immunsystems oder zur Veränderung des Immunsystems.

00:52:30: Das sollte man dann eher in den letzten

00:52:33: Schritt legen.

00:52:35: Bevor ich meinen Vitamin D Zinkselenstatus nicht kenne,

00:52:39: würde ich da nicht groß im Immunsystem rumpfuschen.

00:52:41: Wir haben zum Beispiel chinesische Heilpilze, die das

00:52:43: können.

00:52:44: Da sind bestimmte Substanzen drin, die halt bestimmte

00:52:46: Immunzellen stimulieren können.

00:52:48: Also ich würde das eher am Schluss machen

00:52:51: und nicht gleich als erste Maßnahme, weil es

00:52:56: allerhand Unfrieden stiften kann, wenn der Körper nicht

00:53:00: optimal für das vorbereitet ist.

00:53:02: Oder zum Beispiel, viele Menschen machen Blutwäschen oder

00:53:07: so.

00:53:07: Ich würde auch das eher in den letzten

00:53:10: Schritt reinlegen und erst die anderen Sachen zuerst

00:53:17: abklappern.

00:53:18: Hast du noch einen goldenen Tipp für uns?

00:53:21: Gib nicht auf.

00:53:22: Also ich würde strategischer vorgehen.

00:53:27: Also je länger, dass ich krank bin, würde

00:53:31: ich, wie gesagt, nicht so viele Dinge ausprobieren,

00:53:34: sondern würde eher strategisch vorgehen und gemeinsam mit

00:53:38: dem Therapeuten diese Basics abarbeiten.

00:53:43: Das bringt mehr.

00:53:45: Also wenn man irgendwie jeden Tipp, jedes Buch

00:53:48: kauft, also natürlich gern mein Darm-Doc-Buch,

00:53:53: aber es bringt letzten Endes so eine Untersuchung,

00:53:57: so viel mehr Klarheit und es spart so

00:54:01: viel mehr Zeit, auch wenn es Geld kostet.

00:54:04: Klar, nicht jeder hat den Geldbeutel dafür, aber

00:54:08: es ist einfach die Abkürzung des Rumprobierens und

00:54:14: Ausprobierens von jedem Internet-Tipp.

00:54:17: Super, danke.

00:54:18: Ich glaube, das ist super hilfreich für ganz,

00:54:19: ganz viele.

00:54:20: Ich hoffe.

00:54:21: Danke dir für das interessante Interview.

00:54:23: Gerne.

00:54:24: Das war der Dr. Sells Podcast und wenn

00:54:27: dir diese Folge weitergeholfen hat, teile sie bitte

00:54:29: mit deinen Freunden und Liebsten.

00:54:31: Auf meinem YouTube-Kanal findest du viele weitere

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00:54:38: Bleib gesund.

00:54:39: Bis zum nächsten Mal.

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